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Warum erneuerbare Energien?
Fossile Energieträger wie Öl, Kohle und Gas haben zwei wesentliche Nachteile: sie sind nicht unendlich verfügbar und ihre Verbrennung erzeugt klimaschädliche Emissionen - mit erheblichen Folgeschäden und Folgekosten. Auch Uran ist endlich. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist darum nicht nur sinnvoll, sondern gesamtwirtschaftlich auch vorteilhaft. Durch die Nutzung der erneuerbaren Energien wurde im Jahr 2006 in Deutschland die Freisetzung von rd. 101 Mio. t des klimaschädlichen CO2 vermieden.
Deshalb sollen in Deutschland und der EU erneuerbare Energien kräftig ausgebaut werden. Entsprechende Anstrengungen werden weltweit unternommen; Deutschland setzt sich intensiv dafür ein, dass dies weiter intensiviert wird.
Mit dem neuen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vom 21. Juli 2004 werden Stromnetzbetreiber verpflichtet, Strom aus erneuerbaren Energien vorrangig abzunehmen und dafür einen festgelegten Preis zu zahlen. Seit der Verabschiedung des EEG-Vorläufergesetzes im Jahr 1990 hat sich zunächst die Windenergie kräftig entwickelt. Mit dem Inkrafttreten des EEG im Jahr 2000 weitete sich der Boom auf die Biomasse und die Photovoltaik aus. Bemerkenswerte Entwicklungen gibt es auch bei der Nutzung der Erdwärme zur Stromproduktion. Das EEG ist damit zu einem beispielhaften und erfolgreichen Instrument geworden.
Ende des Jahres 2006 standen in Deutschland 18.685 Windräder mit einer Leistung von rund 20.600 Megawatt zur Stromerzeugung bereit. Damit leistete die Windenergie auch im Jahr 2006 den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.
Da der Platz für den Ausbau der Windenergie an Land knapp wird, hat man inzwischen begonnen, die großen Potenziale auf See zu erschließen. Durch den Betrieb von Windparks auf See sollen Eingriffe in die Landschaft und Umwelt minimiert werden.
Die Bundesregierung hält für realistisch, dass diese Windparks eine Leistung von 20.000 - 25.000 Megawatt bis zum Jahr 2025/2030 erbringen können. Damit könnten allein die Windräder auf See 15 % des heutigen deutschen Strombedarfs decken.
Das EEG fördert auch die Produktion von Strom aus Biomasse. Dies sind nachwachsende Rohstoffe wie zum Beispiel Holz, aber auch pflanzliche und tierische Abfälle. Die Biomasseverordnung von 2001 stellt im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetz klar, welche Stoffe und technischen Verfahren eingesetzt werden können und welche Umweltanforderungen einzuhalten sind. Weitere Maßnahmen wie das Markteinführungsprogramm für erneuerbare Energien fördern die verstärkte energetische Nutzung der Biomasse insbesondere für die Wärmebereitstellung.
Durch die Förderung der erneuerbaren Energien ist auch die Solarstrom-Produktion weiter angewachsen und sorgt für Aufschwung am Arbeitsmarkt.
Auch die Solarwärme wird zunehmend genutzt. Insgesamt waren im Jahr 2006 über 8 Mio. Quadratmeter Solarkollektoren installiert.
Die erneuerbaren Energien werden zunehmend zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor in Deutschland. So betrug der Inlandsumsatz im Jahr 2006 rd. 22,9 Mrd. €. Der umsatzstärkste Bereich ist hierbei energetische Nutzung von Biomasse vor der Nutzung von Solarenergie und der Windenergie.
Damit verbunden ist auch ein deutlicher Beschäftigungszuwachs. Nach einem laufenden Forschungsvorhaben des BMU stieg die Zahl der dem Bereich der erneuerbaren Energien zuzurechnenden Beschäftigten in Deutschland im Jahr 2006 auf rd. 214.000. Gegenüber 2004 sind damit rd. 57.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden.
Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch soll im Jahr 2010 mindestens 12,5 % betragen. Als mittelfristiges Ziel hat die Bundesregierung vorgesehen, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Strombereitstellung bis 2020 auf mindestens 20 % und am Primärenergieverbrauch auf mindestens 10 % zu steigern.
Langfristig, d.h. bis Mitte dieses Jahrhunderts, soll rund die Hälfte der Energieversorgung mit erneuerbaren Energien bestritten werden.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf den Internetseiten
www.erneuerbare-energien.de sowie www.bmu.de/erneuerbare-energien.
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